Haley Barbour befürwortet Steuern auf Onlineshopping

Der noch amtierende Gouverneur von Mississippi, Haley Barbour, hat sich in einem Brief an die Senatoren Mike Enzi und Alexander Lamar für die Besteuerung der Warenverkäufe von Online-Shops und Katalog-Versandhäusern ausgesprochen. Er begründet dies mit dem starken Wachstum des E-Commerce und er sehe keinen Grund mehr, Ausnahmen für diese Unternehmen zu machen.

Mit der Umsatzsteuer für Online-Shops erhofft man sich im US-Staat Mississippi steuerliche Mehreinnahmen von etwa 10 Prozent pro Jahr. Wie das National Conference of State Legislatures schätzt, wird 2012 Mississippi ein finanzieller Schaden von ca. 300.000.000 US-Dollar entstehen, weil die Online-Shops die 7% Mehrwertsteuer nicht ausweisen. Allerdings gibt es nicht nur Befürworter dieser Idee. Gegner argumentieren mit einem Urteil des US Supreme Court von 1992, das Firmen ohne festen örtlichen Geschäftssitz von der Umsatzsteuer befreit. Dieses Urteil umgehen 24 Staaten in den USA, in dem Umsatzsteuern auf Waren nach Lieferziel und nicht nach Verkaufsort berechnet werden. Mississippi müsste aber hierzu seine Gesetze ändern.

Die Online-Shops reagierten unterschiedlich auf Barbours Vorschlag. Amazon.com begrüßte eine Steuereinführung. Ed Black, der Präsident der Computer & Communications Industry Association, sagte hingegen, dass diese Idee schlecht für den E-Commerce sei und eine Last für Online-Shops.

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