Der Staat Mississippi in den USA hat bereits mit die strengsten gesetzlichen Regulierungen des Landes, wenn es um Abtreibungen geht. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass es nur eine Abtreibungsklinik im gesamten Staat gibt. Vielen Bürgen scheint dies aber noch nicht streng genug zu sein und es sind neue Stimmen laut geworden, die eine grundlegende Änderung des Abtreibungsgesetzes fordern. Die Wähler wurden hier aufgefordert, für einen neuen Gesetzesvorschlag zu stimmen, der festlegen würde, dass neues Leben bereits ab dem Zeitpunkt der Befruchtung entsteht. Als Folge wäre dann jede Form des Schwangerschaftsabbruches illegal.
Unterstützer dieses Gesetzesvorschlages, die sich selbst als „personhood“ Initiative bezeichnen, möchten damit erreichen, dass die Gesetzesentscheidung von 1973, ¬welche Schwangerschaftsabbrüche für ganz Amerika legalisiert hatte, gekippt wird. Gegner hingegen behaupten, dass die vorgeschlagene Gesetzesgebung die Privatsphäre erheblich verletzten würde und Patienten dadurch bei einer sehr persönlichen medizinischen Entscheidung eingeschränkt werden würden.
Über die sogenannte „Initiative ¬26“ ¬wird in Mississippi am 8. November abgestimmt. Sollte dafür gestimmt werden, müsste die Verfassung des Staates grundlegend geändert werden. Die neue Definition für eine „Person“ wäre dann „jede menschliche Lebensform ab dem Zeitpunkt, der Befruchtung, des Klonens oder jeder in Funktion vergleichbaren Aktion“.
An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass es vergleichbare Initiativen bereits in Colorado gab, diese wurden aber 2008 und 2010 abgelehnt.